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Rene Descartes   

31. März 1596   01 h 48 GMT   Le Haye (heute Descartes)  00.42  ö.L.  46.58 n.B.

11. Februar 1650  Tod in Stockholm


An dieser Stelle soll weniger die Philosophie des Rene Descartes zur Sprache kommen, vielmehr jedoch sein merkwürdiger Tod und die entsprechenden Umstände beachtet werden. Anlaß dazu gab die Veröffentlichung des Buches von Theodor Ebert in 2009 „Der rätselhafte Tod des Rene Descartes“.

Ebert wurde selbst angestiftet durch die Veröffentlichung von Eike Pies: „Der Mordfall Descartes“ aus dem Jahre 1996. Gemein ist beiden die Erhärtung der These eines Mordes an Rene Descartes. Die offizielle Version lautet ja „Tod durch Lungenentzündung.“

Bei der Betrachtung der geschichtlichen Fakten, konnte auf das Buch von Eike Pies getrost verzichtet werden. Denn Theodor Ebert, rezipiert in den entscheidenden Fragen auch das Werk von Pies, und schafft es damit seinen eigenen Thesen  ein solideres Fundament zu verleihen. Weiters verwendet wurde die Rowohlt-Biographie von Rainer Specht sowie das Internet-Portal von Wikipedia.

 

Astrologische Biographie

Anlage AC 8,5 Steinbock – Man soll dem Bestimmenden im Rahmen seiner eigenen Erscheinung Raum geben. Mit 8,5 Jahren erreicht der dirigierte AC 0 Grad Steinbock – Eintritt in das Jesuitenkollegium* von La Fleche – dort erfährt Descartes die für seinen Habitus maßgebliche Orientierung.

Der zur Anlage gehörige Saturn in VIII. zusammen mit einer Sonne in Konjunktion mit Uranus im Widder in Haus III. legt nahe, sich selbst für das Bestimmende zu halten. Die manische* Komponente ist allerdings schon im Ausgangspunkt der 8,5 Steinbock enthalten, einer Geburt bei der Lebensgefahr durch Sauerstoffmangel (Nabelschnur um den Hals gewickelt?) gegeben war. Erhärtet auch noch durch die Konjunktion von Uranus-Pluto in III., die einer Frühschädigung des Atemzentrums entspricht. In diesem Zusammenhang wird später noch von seiner Erkältungsneigung die Rede sein (offizielle Todesursache ist ja Lungenentzündung). In der Konstellation Uranus-Pluto spiegelt sich auch das Bedürfnis nach einer universalen Wahrheit (Vorstellung), die er sich zu entdecken berufen fühlte. Dies legt nahe, daß dort wo der Zugang zur Welt zunächst verstellt ist, Vertrautheit und Orientierung fehlen, die Sehnsucht nach Zugehörigkeit geradezu unermesslich wird, was hilft da mehr, als ein aus sich selbst geborenes „Bild von der Welt“.

 

Jesuiten – ein von Ignatius von Loyola (Sonnenstand 18 Zwilling mit Jupiter in Konjunktion in Haus X.) gegründeter Orden, der wie dem Bild Zwilling seines Gründers entsprechend, zur Bildungsinstitution innerhalb der Kirche wurde, wo neben Theologie auch Logik und antike Klassiker mit einbezogen wurden, später auch noch Mathematik, Astronomie und Physik hinzukamen.

Manie – in Homers „Odyssee“ sind die „Manen“ die Geister der Verstorbenen, in psychologischer Deutung ein Zustand,der Euphorie und gesteigerte Gemütszustände beschreibt, im Wechsel mit Depression.

                        

Mit 16 Jahren – AC auf 24 Steinbock (Milieuwechsel) verlässt er das Jesuitenkolleg von La Fleche und studiert Jura in Poitiers. Nach Abschluß des Examens 1616, verdingt er sich die nächsten drei Jahre als Soldat im Dreißigjährigen Krieg. Das Soldatische zeigt sich in der Widder-Sonne Haus III. mit einem Mars in Haus VI. wo es um die Sicherung des Individuums geht. Mars belegt zudem den kritischen Grad von 22 Zwilling (Sonne-Uranus), die Stelle wo jegliche Manie zusammenbricht.

In der Nacht vom 10. auf den 11. November 1619 verweilte er in Neuburg a. d. Donau, dort sollen sich ihm in besagter Nacht drei Träume zugeeignet haben. Nach den astrologischen Koordinaten liegt der Ort auf einer Quere von 16,2 Löwe, justament auf den Neptun im Geburtsbild Descartes verweisend, der in Haus VII als „Vision“ Erscheinung wird. Zusammen mit einer Schräge von 24,8 Fische ergibt sich eine Ortsqualität von 8,6 Skorpion die im Geburtsbild den MC von Descartes belegt. Es lässt sich also von einer bestimmenden Vision sprechen. Nimmt man nun den Sonnenstand im Geburtsbild Descartes, die 10,5 Widder und misst die Strecke zum Ortspunkt von 8,5 Scorpion, so bekommt man knapp 28 Waage als Bezugspunkt, die was Wunder, genau in der Spiegelung von 2 Grad Jungfrau liegen, dort wo der Saturn von Descartes steht. Der Ort hat es für den Philosophen wahrlich in sich. Die 2 Grad Jungfrau haben eine Charakteristik von Sonne-Saturn, der Zusammenbruch des Sympathikus, vor allem bei jenen Menschen, die aus Angst vor Kontrollverlust kein Auge zu tun wollen. Im vierten Septar, das die Lebensjahre von 1617 bis 1624 hervorhebt, zeigt sich der Traum mit Mars-Merkur in Haus V. als seelische Ausdünstung, die unter der Verdrängung des Saturn in Haus XII. zustande kommt, und erweist sich somit als den Versuch, das Leben gegen die Bestimmung zu regeln. Das Subjekt gebiert, unter Nichtbeachtung der vorhandenen Welt, seine eigene. Das 4.Septar zeigt zudem ein AC von Waage und am Descendenten einen Venus-Pluto als Anlage. Es ist das Motto, das ihn ein Leben lang begleiten wird, „Larvatus prodeo“ (Unter einer Maske gehe ich meinen Weg), was ihm letztendlich auch zum Verhängnis wurde.

1637 publizierte er im holländischen Leiden anonym den Discours de la méthode, eine Abhandlung über den richtigen Vernunftgebrauch und der wissenschaftlichen Wahrheitsforschung. 1641 erschien in Paris sein Hauptwerk: „meditationes de prima philosophia, in qua Dei existentia et animae immortalitas demonstratur“ – ein Versuch die Existenz Gottes und die Unsterblichkeit der Seele zu beweisen. Ein Werk, in dem der Selbstzweifel zur Voraussetzung für das „philosophieren“ wird, und die Philosophie sich zu einer Erkenntnistheorie hin verengt. In theologischen Kreisen stieß er dabei auf heftige Ablehnung. Betrachtet man sein Geburtsbild, so wird die Spannung zwischen einem Saturn in VIII. – seiner theologischen Basis, die sich im wesentlichen auf die Überlieferung der Kirchenväter beruft und dem Merkur in Haus III. deutlich, wo das Bestreben besteht die Erscheinungswelt für sich zu betrachten und daraus Regeln für deren Gebrauch abzuleiten.

Mit seinen Veröffentlichungen kommt die Epoche des Zwilling (1367 – 1967) nun in ihre entscheidende Phase. Die mathematischen Fundamente für die Beherrschung und Unterwerfung der Natur und damit für den Wissenschafts- und Forschungsbetrieb sind gelegt, die Jagd nach Ergebnissen kann beginnen.

Im Spätsommer 1649 reiste Descartes nach Schweden um der Einladung von Königin Christina nachzukommen. Die Tochter von Gustav Adolf II., der den Protestantismus in Deutschland durch sein Eingreifen gegen die Habsburger verteidigen konnte, war bereits im Alter von 5 Jahren ihres Vaters verlustig geworden, der in der Schlacht bei Lützen fiel. Auf Wunsch des Vaters erhielt sie eine „männliche“ Ausbildung, sie lernte reiten, fechten und jagen, und verbrachte ihre Nächte vorwiegend mit Studien. Die geschlechtsfremde Erziehung wird in ihrem Geburtsbild deutlich durch den AC von 21 Jungfrau (Uranus-Pluto), wo die Voraussetzung besteht den gegengeschlechtlichen Habitus zu seiner Erscheinung zu machen. Der französische Diplomat Chanut weiß zu berichten:  „Keine ritterliche Übung kann sie ermüden. Ich habe sie bis zu 10 Stunden auf der Jagd und zu Pferde gesehen. Kälte und Frost fallen ihr nicht beschwerlich. Niemand in Schweden versteht sich besser darauf, einen Hasen im vollen Lauf mit einer einzigen Kugel zu schießen“. Während ihrer Regierungszeit hielt sie einen prunkvollen Hof, baute und kaufte Bibliotheken und lud Gelehrte aus ganz Europa zu sich ein, was einer Schütze-Sonne in Haus IV. gänzlich entspricht. Bürdete damit Schweden aber auch große finanzielle Lasten auf, was in ihrem Neptun in Haus II. sichtbar wird. Sie war auch dem Theater sehr zugetan, der Dichter Georg Stiernhielm schrieb für sie ein Schauspiel, in dem sie selbst als Göttin Diana auftrat, der Konjunktion von Mars-Jupiter in Haus III. entsprechend.

































Die protestantische schwedische Königin hegte seit langer Zeit schon einen geheimen Wunsch. Sie dachte an einen Glaubenswechsel, es war ihre Absicht, zur katholischen Konfession überzutreten. Es gab Grund genug dies geheim zu halten, war sie doch die Tochter des Schwedenkönigs, der im dreißigjährigen Krieg den Protestantismus in ganz Europa durch Feldzüge verteidigte. In der französischen Botschaft indes, waren die Neigungen Christinas nicht unbekannt. Der Botschaftsgeistliche Francois Viogué, Angehöriger der päpstlichen Kongregation „De Propaganda Fide“*, weiß am 5. Juni 1648 mitzuteilen, Königin Christina werde im Zuge eines Konfessionswechsels die katholische Glaubenshaltung bevorzugen. Für die Einladung Descartes an den schwedischen Hof, ist wohl der Diplomat Pierre Chanut (1601-1662) verantwortlich, der die politischen Interessen Frankreichs in Schweden zu vertreten hatte. Chanut und Descartes kannten sich seit 1644 persönlich.


*De Propaganda Fide – Missionsgesellschaft, die 1622 von Papst Gregor XV. ins Leben gerufen wurde, um dem Protestantismus im Zuge der Gegenreformation die Stirn zu bieten.


Die Franzosen und die Schweden waren im Dreißigjährigen Krieg Bundesgenossen, Königin Christina eine Verehrerin der französischen Kultur und so hatte Chanut leichtes Spiel, bei der Königin einen Auftritt des einflussreichen Philosophen zu erwirken. So erfolgte nach einem Briefwechsel, die offizielle Einladung der Königin am 27. Februar 1649. Descartes trifft Anfang Oktober in Stockholm ein, nachdem er vormals mehrmals versucht hat die Einladung auszuschlagen, da er einerseits auf Grund seiner Neigung zu Erkältungen, kein Freund des Winters war, andererseits es auch sein kann das er sein persönliches Unheil geahnt hat.

Die ersten Begegnungen mit der Königin waren nicht erbaulich, da sie sich noch nie zuvor mit Philosophie beschäftigt hat, ihre Vorliebe galt bislang der klassischen Philologie. Die nächsten Wochen sollte er sie nicht zu Gesicht bekommen, sie lässt ihm Zeit Stockholm kennen zulernen. Der skandinavische Winter ist für den Mann aus dem sonnigen Frankreich nicht erbaulich. In der Konstellation Saturn-Merkur (Spiegelpunkt) zeigt sich die Empfindlichkeit der Bronchien, in Uranus-Pluto die Disposition zu Lungenerkrankungen wie eingangs bereits erwähnt.

Für die Sitzungen mit Descartes hat die Königin eine Zeit um 5 Uhr morgens festgesetzt. In einem Brief Christinas an den Altphilologen Claude Saumaise nur wenige Monate nach Descartes Tod verrät sie, Descartes habe sich in ihrer Gegenwart gerühmt, „daß er allein die Wahrheit kenne und das sie dem Rest der Sterblichen unbekannt sei“. So macht man sich wohl keine Freunde, und die Königin vermerkte auch in dem Brief, dass solche Aussagen ihrem Magen nicht bekömmlich seien.

Nachdem der Botschafter Pierre Chanut erst am 20. Dezember wieder in Stockholm eintreffen wird, muß sich Descartes mit dem Pater Francois Viogué, der dem Orden der Augustiner-Eremiten angehört, als Gesprächspartner begnügen. Viogué gab später selbst an, daß er „für gewöhnlich an allen Tagen mit ihm im Gespräch war“. Francois Viogué ist nicht nur der Botschaftsgeistliche, sondern der von Papst INNOZENZ X. ernannte „Apostolische Missionar“ für die nördlichen Länder. Innozenz X. hat in dem päpstlichen Breve „Zelo domus dei“ die Bestimmungen zum Westfälischen Frieden abgelehnt.




























Das Bild des Ereignisses zeigt vom Scorpion-MC ausgehend den Versuch mit Pluto-Saturn in Haus IV. die alttestamentarische Ordnung zu retten. Signifikant auch die Position des Marses auf knapp 2 Grad Jungfrau, den Saturn des Descartes attackierend. Descartes der zwar im Schoße der Kirche aufgewachsen ist, war durch seine Haltung die Mathematik zur Weltformel zu erheben, in Gegensatz zur christlichen Schöpfungslehre geraten. Er hatte es jedoch bislang geschickt versucht, jegliche Vorwürfe diesbezüglich abzuwehren. Die Auseinandersetzung mit der protestantischen Königin war dazu geeignet, seinen Atheismus zu verdeutlichen. Aber nicht die Königin sollte sich daran stoßen, denn auch gegen sie selbst sollten nach dem Konfessionswechsel ähnliche Anschuldigungen erhoben werden, ihre Konvertierung sei nur Ausdruck persönlichen Machststrebens. Viel mehr stören musste das Erscheinen Descartes, den vom Papst Innozenz X. ernannten Missionar Francois Vioguét, der die schwedische Königin in ihrem Vorhaben der katholischen Religion beizutreten unterstützen sollte. Die Ausübung der katholischen Religion ist im protestantischen Schweden zwar verboten, jedoch nicht im extraterritorialen Botschaftsgebäude. Für das Botschaftsgebäude kommt nach Ansicht von Theodore Ebert, entweder das Haus Kornhamnstorg 51, oder das nördlich anschließende Gebäude mit der Adresse Västerlanggatan 68 in Frage. Die astrologischen Fein-Koordinaten liegen, was die Quere betrifft zwischen 2,1 und 2,8 Jungfrau im Orbis des Saturn von Rene Descartes, die Schräge zwischen 18,3 und 19,2 Fische, wodurch sich ein Ortspunkt zwischen 16,2 und 16,4 Waage ergibt.

Die Distanz des Sonnenstandes im Geburtsbild von Descartes zum Ortspunkt der Botschaft ergibt 5,9 Grad Waage (im Bereich des Gruppenschicksalpunktes Uranus-Neptun, der für Vergiftung in Frage kommt). Descartes befindet sich also an einem Ort, der ihm eine schwache Position verleiht. Zudem ist das 54. Lebensjahr bei ihm dadurch ausgezeichnet, daß der dirigierte Ascendent auf 2 Grad Fische zum Liegen kommt, das ist zum Einen der Gruppenschicksalspunkt von Saturn-Neptun, der Bereich wo alles Falsche Konkurs macht. Bei ihm noch hervorgehoben, da auf der Achse gegenüber der Saturn sich auf 2 Grad Jungfrau befindet, auf dessen Quere auch das Botschaftsgebäude liegt. Es ist also ein Ort der Zensur für den Philosophen. Des weiteren weist der dirigierte Mars darauf hin, daß im 54. Lebensjahr der Neptun in VII erreicht wird und sich die Konstellation Mars-Neptun ergibt, was einer „Enttarnung“ entspricht. Der Beginn der „Erkrankung“ besinnt man sich auf die Gift-These ist am Morgen des 2. Februar anzusetzen. Um 10 Uhr herum überläuft der Mond den Punkt von 2 Grad Fische. Man kann annehmen, dass ihm zu diesem Zeitpunkt Gift beigebracht wurde. Möglich bleibt allerdings eine Ansteckung mit einer Lungenentzündung, da der Botschafter selbst eine derartige Krankheit 2 Wochen vor Descartes ausgebrütet hat, jedoch nicht als todbringende Ursache, vielmehr als Gelegenheit einem geschwächten Patienten, mit der Medizin Gift zu verabreichen. Die 2 Grad Jungfrau, der Ort wo der Saturn des Philosophen sich befindet, der Herrscher des Ascendenten ist, ihn selbst in seiner Erscheinung repräsentiert, ist gruppenschicksalsmäßig gekennzeichnet, als Sonne-Saturn, dessen Homöopathische Entsprechung laut Rhythmenlehre das weiße Arsenik ist. (Arsenicum album).


Wir halten fest:

Descartes hat im 54. Lebensjahr den dirigierten AC auf 2 Grad Fische ihn als „Sündenbock“ kennzeichnend.

Zudem den dirigierten Mars auf Neptun, als Mars-Neptun in VII. seine öffentliche Enttarnung hervorhebend.

Das Botschaftsgebäude liegt auf einer Quere von 2 Grad Jungfrau, auf dessen Achse der Saturn von Descartes liegt, ebenso gegenüber die 2 Grad Fische wo er sich im 54. Lebensjahr befindet

Die 2 Grad Jungfrau, den Saturn und damit Herrscher des AC des Philosophen kennzeichnend, sind in der astrologischen Homöopathie die Entsprechung zum „Arsenik“, das Gift das ihm verabreicht worden sein soll. Der transistierende Mars überläuft in der Woche seiner tödlichen Krankheit die 2 Grad Fische. Im Solar für das Lebensjahr vom 30. März 1653 bis 30. März 1654 wird justament in der Woche seines Todes der Uranus-Neptun in Quadrat zu Merkur in Haus II. überlaufen, beherrscht von einem Saturn in IX., einen weltanschaulichen Ausgangspunkt kennzeichnend. Uranus-Neptun schließlich ist auch deutlich angezeigt zum Todeszeitpunkt des Philosophen am 11. Februar gegen 4 Uhr früh als Konjunktion in Haus I.

Uranus-Neptun ist die Konstellation wo die „versunkene Wahrheit“ ans Licht kommt, wo im Erschrecken um dessen Erkenntnis, eine Lähmung den Menschen erfasst. Bei Descartes trifft die Erkenntnis am 8. Februar ein, 6 Tage nach Ausbruch der Krankheit. Hatte er bislang jede ärztliche Zuwendung abgelehnt, so verlangt er nun erstmals nach einem Brechmittel, ein Vorgehen das bei einer Vergiftung, nicht aber bei einer Lungenentzündung angezeigt ist. Die Hilfe kommt jedoch zu spät, was auch für die Verabreichung einer zweiten Dosis spricht. Dafür in Frage kommt nur der Botschafts-Geistliche Francois Vioguét.

Vioguét ist das Instrument der Gegenreformation von Papst INNOZENZ X. der das Abkommen zum „Westfälischen Frieden“* nicht unterzeichnet hat. Königin Christina kann mit ihrer Absicht den protestantischen Glauben zu verlassen, dem Papst Glauben machen, das Schweden dadurch wieder in den Schoß der katholischen Kirche fällt, denn noch weiß er nicht das sie auch beabsichtigt als Königin abzudanken. Descartes dessen Position durch seine Philosophie eine atheistische ist, kann als Gefährdung für die Absichten der Königin begriffen werden. Im späteren Briefwechsel des Claude Clerselier, einem Anhänger Descartes mit Francois Vioguét wird deutlich, das Vioguét der täglich mit Descartes im Gespräch, sehr wohl klar geworden ist, das die Lehre des Rene Descartes aus katholischer Sicht nicht geduldet werden kann. Seine Antipathie gegen den Philosophen kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass er ihm im Angesicht des Todes die letzte Ölung verweigert.  Wenn Descartes auch in allen Tagen zuvor, was die Zelebrierung der heiligen Messe angeht, sich stets als frommer Katholik zeigt, so ist seine Lehre doch jeglicher Glaubenshaltung entgegengesetzt, was er selbst wissen muß, wie sonst kann er konstatieren: „Unter einer Maske gehe ich meinen Weg“.

Aber gerade diese dualistische Haltung, ist ihm offenkundig zum Verhängnis geworden, ist es doch nahe liegend, daß ihm das Gift am 2. Februar 1650 durch eine Hostie beigebracht wurde. In seinem Geburtsbild befindet er sich im Phänomensrhythmus auf 25 Grad Jungfrau (Uranus-Neptun), was eindeutig auf eine Vergiftung und nicht auf eine Lungenentzündung hinweist. Das hinterher alles versucht wird eine natürliche Todesursache zu prolongieren liegt auf der Hand, jedoch ist das Gerücht einer Vergiftung nie verstummt, gab doch Descartes selbst durch sein Verhalten am Krankenbett dazu Anlaß, und wurde durch entsprechende Berichte nach dem Tod mit dem genauen Krankheitsverlauf, das Bild einer Arsen-Vergiftung gestärkt.


*Westfälischer Friede -  Die Gesamtheit der 1648 geschlossenen Friedensverträge die den Dreißigjährigen Krieg in Deutschland und den Achtzigjährigen Krieg in den Niederlande

n beendeten.